Ortsgruppen- und Presse-Berichte der Landesgruppe 1  

  Berichten Sie über Ihre Veranstaltungen, aus Ihrem OG-Leben oder auch über Festlichkeiten und Ehrungen

Über Presseberichte aus Ihrer Region oder auch über lustige Beiträge zur Aufheiterung würden wir uns freuen.

Alle Artikel geben die Meinung des Verfassers und nicht die Meinung der LG1 wieder. 

aktualisiert am 11.02.2010

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August 2009

 

 Holsteiner Kurier vom 18.08.2009

 

 

Juli 2009

 

 

 

Juni 2009

 


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Juli 2007

Pressebericht Kieler Nachrichten und Lübecker Nachrichten vom 01.07.2007

Hundeübungsplatz wurde zur Rennstrecke

Bad Oldesloe - Es ging um die Wurst, aber auch um das Gummiquietschtier, das Leckerli oder ums Herrchen: Zum zweiten Mal hatte der Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Bad Oldesloe, am Sonntag Hunde aller Rassen und Größen zum Hunderennen geladen, und über 70 Tiere waren der Einladung gefolgt. "Wir haben das Rennen letztes Jahr zum ersten Mal angeboten, und das war so ein Erfolg, dass wir es dieses Jahr wieder tun", erklärte Turnierleiterin Bärbel Dreisow. "Die Tiere starten in fünf Klassen je nach Alter und Größe."

Schon früh drängten sich die haarigen Sportler auf dem Hundeübungsplatz und harrten der Dinge, die da kommen sollten. Erst hoben sie das Bein, und dann hoben sie alle Beine: Vor ihnen lagen 60 Meter Rennstrecke, hinter ihnen standen Herrchen und Frauchen, von denen die meisten das Rennen gelassen nahmen. "Ich habe davon gelesen und gedacht, dass ,Jojo' aus Spaß mal mitmachen kann", erzählte Brigitte Kruschinski. Nachdem die Regeln klar waren - einer hält den Hund, ein anderer rennt vorweg und lockt das Tier, dann wird die Zeit gestoppt - bewies Jojo, dass Dackel Individualisten sind: Herrchen rannte, und Hundchen bog vorzeitig ab zum Bad in der Menge. Da half kein Locklaut, obwohl alles erlaubt war. "Man kann mit Leckerlis kommen, mit alten Pantoffeln oder auch dem Lieblingsspielzeug, Hauptsache, das Tier rennt hinterher", so Bärbel Dreisow.

Mehr Ausdauer bewies da Jerome Ischyma, ein Windhund so elegant wie sein Name. Kaum am Start ging er ab wie Nachbars Lumpi - und der war auch der Köder. Der kleine schwarze Pudel war allerdings nicht Nachtisch, sondern der beste Freund des Renners. "Mein Hund ist erst neun Monate alt und spielt immer gerne mit dem Pudel", so Besitzerin Gönke Roden. Trainiert hatte sie mit dem Tier nicht: "Jerome läuft immer neben meinem Pferd her und kann auf Kurzstrecken 80 Stundenkilometer schnell werden." Da konnte sich mancher Hundehalter noch was abgucken, denn gleich zu Beginn legte sich ein Rennteilnehmer flach - der Zweibeiner, versteht sich, glücklich umsprungen vom schwanzwedelnden Athleten.

Die wurden von den Zuschauern begeistert angefeuert, und dazu bellte es von Sopran bis zum Bass. Hundedame Emma klang wie Joe Cocker, hatte aber wesentlich mehr Haare: "Das ist ein Petit Basset Griffon Vendéen", erläuterte Stefanie Mohn, "eine Rasse, die ich mal in einem Hundebuch gesehen habe." Nur Fell und Pfoten gilt die Rasse als kinderlieb und freundlich - und rennen kann sie auch, zumindest dann, wenn am anderen Ende jemand den Pansen schwenkt.

Besonders individuell war der Lockversuch von Patrick, Morten und Paul: "Wir lassen einen Drachen steigen, weil Timmie den immer zu fangen versucht." Drachenjäger Timmie ist ein Mischling aus Ungarn, wo er als Straßenhund sein Dasein fristete, ehe er bei Britta Rögener zum Familienhund wurde. "Uns hat unser Nachbar von dem Hunderennen erzählt, und weil Timmie immer so durch den Garten rast, meinte er, dass er doch mal mitmachen könnte."

Die Zuschauer, die sich zünftig mit Pavillons und Klappstühlen ausstaffiert hatten, hatten ihren Spaß, und die Renner auch. "Der tut nix" und "Ich war's nicht" standen auf dem Geschirr zweier großer Hunde, und insgesamt verstanden sich die Vierbeiner prächtig. Für Hund und Mensch gab es Leckerli und viel zu sehen, und Bärbel Dreisow will auch im nächsten Jahr weitermachen. "Dann biete ich auch eine High-Speed-Klasse an, denn mittlerweile sind ein Whippet und zwei Windhunde dabei."


Im Internet finden Sie diese Meldung unter der URL:
http://www.kn-online.de/artikel/2178203

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Juni 2006

 Pressebericht Kieler Nachrichten vom 03.06.2006

Alex und Benita

 

Wenn an diesem Wochenende die besten jugendlichen

Schutzhundeführer ihre Vierbeiner bei den Deutschen Meisterschaften

präsentieren, sind sie mit von der Partie:

die dreijährige Deutsche Schäferhündin Benita und ihre

Führerin Alexandra Meyer.

 

Die Siebenjährige begeisterte unlängst bei den

Landesmeisterschaften mit dem zweiten Platz und ist

die jüngste Starterin bei nationalen Titelkämpfen.

 

Videoanalyse in der Küche der Familie Meyer. Vater Klaus hat den Laptop auf

.... mehr (von Kai Mewes)

 

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Februar 2006

 Pressebericht Nortorfer Zeitung vom 18.02.2006

 

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Oktober 2005

 Pressebericht Landeszeitung Emkendorf vom 28.05.2005

 

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Mai / Juni 2005

 Pressebericht Landeszeitung Emkendorf vom 28.05.2005

Egal ob Dackel oder Neufundländer

Schäferhundeverein bietet Ausbildung für Hund und Herrchen an

Emkendorf

Bei der Schutzhundeprüf­ung mussten die Mitglieder des Schäferhundevereins in Emkendorf beweisen, was sie in den letzten Monaten geübt hatten. Bei der Fährtensuche, der Unterordnung und im Schutzdienst wird das Verhalt­en der Vierbeiner auf Herz und Nieren geprüft.

 

Dass gerade Schäferhunde dafür besonders geeignet sind, liegt für den stellvertretenden Vorsitzenden Günter Wessels auf der Hand. "Schäferhunde sind Zehnkämpfer. In jeder einzelnen Disziplin gibt es Rassen, die Details besser kön­nen, aber in der Summe sind Schäferhunde unschlagbar." Setze man die Zahl aller Hundebisse zur Anzahl der Tiere ins Verhältnis, seien Schäferhunde deutlich weniger an Beißereien beteiligt. „Schäferhunde sind sehr wesensfest und klar im Kopf“, meint Wessels.

 

Schäferhund Apoll und sein Frauchen Karin Kudszus aus Gnutz haben bereits die höchste Prüfungsstufe bestanden. „Apoll gehorcht aufs Wort. „Man muss immer weiter trainieren, damit die Fähigkeiten erhalten bleiben. Hunde sind auch nur Menschen – sie brauchen regelmäßige Zuwendung“, sagt Karin Kudszus.

 

Für Hunde aller Rassen bietet der Schäferhundeverein jetz einen Begleithunde-Kursus an. Die Zweibeiner lernen dabei, ihren vierbeinigen Frend richtig zu führen; die Hunde lernen Gehorsam und Sozialverhalten. "Wir vermitteln die Grundkenntnisse für jeden Hund, damit die Tiere sich im Umgang mit Menschen sicher verhalten. Das gilt vom Dackel bis zum Neufundländer“, sagt Günter Wessels.

Informationen und Anmeldungen zum Begleithundekurs bei Ausbildungswart Heiko Wolgast, Tel 04329/685. Trainiert wird im Schäferhundeverein immer sonntags von 10 bis 10:30 Uhr und mittwochs von 17 bis 17:30 Uhr.

 

Als vierbeiniger Zehnkämpfer überwinden Schäferhunde auch problemlos Hürden. Foto: Nemitz 

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März 2005

Pinneberger Tageblatt vom 17.03.2005

 

Neuer Vorstand bei Freunden der Schäferhunde

Pinneberg (fh). „Fit und Gesund durch Sport mit dem Hund“ ist das Motto des „Vereins für Deutsche Schäferhunde“ Ortsgruppe Pinneberg. Dieses Moto soll auch unter dem Kürzlich neu gewählten Vorstand weiterhin bestehen. Vorsitzender ist ab sofort Sebastian Mazen, der auch die Position des Ausbildungswartes übernimmt. Doris Schrader ist zur stellvertretenden Vorsitzenden sowie zur Sportbeauftragten gewählt worden, Horst Diekmann zum Kassenwart. Weitere Ämter werden durch Bernd Beckmann (Zuchtwart), Sylvia Kellermann (stellvertretende Zuchtwartin), Tanja Bräuß (Jugendwartin), Egon Münster (Beisitzer) und Jutta Beckmann (Schriftwartin) besetzt. Der im Februar 1920 gegründete Verein, hat ein Ziel: „Den Hundesport zu fördern und ihn zu erhalten, den es gibt selten einen so treuen Freund.“ Weitere Informationen zum Verein gibt es beim Vorsitzenden Sebastian Mazen unter der Rufnummer (04101) 525487.

 

Auf den Schäferhund gekommen

Michael Flinks (19) aus Pahlen ist landesweit erfolgreichster Junior-Hundeführer

Von Anja Petersen

 

Pahlen - Dunja ist sieben und spielt im Leben von Michael Flinks, 19, eine ganz besondere Rolle. Die Schäferhündin ist nicht nur sein Haustier, sondern auch sein Hobby: Michael ist Hundeführer. Jetzt wurde er als bester Junior der Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein im Verein für Deutsche Schäferhunde ausgezeichnet.

Seit drei Jahren geht der junge Mann mit Begeisterung zwei mal in der Woche zum Übungsplatz der Ortsgruppe Pahlen „Höchster Berg 7a" - bei jedem Wetter. Dort trainiert er gemeinsam mit Dunja für die Kategorien Fährte, Unterordnung und Schutzdienst. Sehr schnell stellte sich heraus, dass Michael ein Hundeführer-Talent ist, sagt Jugendwart Michael Kirchhoff. Kein Wunder, Familie Flinks hat offenbar das entsprechende Gen: Denn Michaels Vater Bernhard ist seit vielen Jahren Diensthundeführer bei der Polizei Heide, Vorsitzender der Ortsgruppe Pahlen im Verein für Deutsche Schäferhunde, hat selbst unzählige Preise gewonnen und züchtet Schäferhunde.

 

Foto: Auch bei Schneefall übt Michael Flinks mit Dunja. Foto: Petersen

Der kleine Michael interessierte sich jedoch sehr lange gar nicht für das Hobby seines Vaters, hatte vor fremden Hunden sogar ein bisschen Angst.  Doch  als er  mit 16 Jahren den Vater zum Hundeplatz begleitete, da entflammte plötzlich das Interesse. Noch im gleichen Jahr schenkte Bernhard Flinks seinem Sohn einen selbst gezüchteten Hund zu Weihnachten - Dunja von der Dithmarscher Schweiz.

 

Seitdem trainiert Michael, der in diesem Jahr sein Abitur am Technischen Fachgymnasium Meldorf macht, regelmäßig. An vielen Prüfungen hat er mit Dunja schon teilgenommen, unzählige Pokale gewonnen. „Ich mag das Prüfungsgefühl", sagt der junge Mann. Dunja muss dann zeigen, wie gut sie Fährte lesen kann, wie gut sie pariert und wie leicht sie jemanden in einem Versteck aufstöbert.

 

„Am wichtigsten ist, dass der Hund gehorsam ist", erklärt Michael seine guten Prüfungsleistungen. In diesem Jahr will er sich wieder für die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft qualifizieren, den wichtigsten Wettkampf für junge Hundeführer. Im vergangenen Jahr erreichte er dort den 19. Platz (von 54).

 

Die Arbeit mit Dunja geht für ihn über die Prüfungen und Trainingsstunden hinaus: „Sie lebt in der Familie mit, ich beschäftige mich sehr viel mit ihr, gehe drei bis vier Mal am Tag mit ihr spazieren."

 

Ob er nach seinem Abitur noch viel Zeit für Wettkämpfe hat, weiß Michael Flinks noch nicht. Er will auf jeden Fall Maschinenbau studieren. Und in einem Jahr ist Dunja - dann acht Hundejahre (56 Menschenjahre) - für die höheren Wettkämpfe zu alt.

 

• Am 17. April findet die Qualifizierung für die Deutsche Juniorenmeisterschaft - die Jugend- und Juniorenausscheidung der Landesgruppe Hamburg/Schleswig-Holstein - in Pahlen statt. Michael Flinks muss dort unter die ersten Drei kommen, um an der Meisterschaft teilnehmen zu dürfen.

 

Die Ortsgruppe Pahlen würde sich über weitere junge Mitglieder freuen. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Jugendwart Michael Kirchhoff, ® 048 35/97 24 44.

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November 2004

Zeitungsartikel aus Egenbüttel

Fährtensuche, Gehorsamkeit und Biss-Diziplin

Im Egenbütteler Verein für Deutsche Schäferhunde werden Vierbeiner für Meisterschaften ausgebildet.

Rellingen (spa). Versteckt hinter einer Häuserreihe am Hermann-Löns-Weg liegt ein Platz ganz besonderer Art. Nur eine schmale Strasse führt zu dem mit Flutlicht beleuchteten Übungsgelände. Hunde bellen und begrüssen die Besucher schwanzwedelnd. Es sind zumeist Schäferhunde, aber auch Mischlinge, oder ganz andere Rassen. “Der Verein ist offen für alle Hunde”, erklärt Sandra Lösekann. Nur Kampfhunde seien vom Training ausgeschlossen. Lösekann gehört zur Ortsgruppe Egenbüttel des Vereins für Deutsche Schäferhunde.

Fast alle 18 Mitglieder finden sich mittwochs zwischen 18 und 23 Uhr und sonnabends zwischen 16 und 22 Uhr  im Vereinsheim und auf dem Übungsplatz ein. Die Hunde sind aufgeregt, freuen sich auf die gemeinsame Arbeit und die Übungen. Für sie scheint es mehr Spiel als Ausbildung zu sein. “Genau so soll es sein”, erklärt Ausbildungswart Hartmut Backes. “Es soll den Hunden Spass machen, das ist das Wichtigste.”

 

Während im Vereinshaus noch Kaffee getrunken und geklönt wird, beginnen draussen die Übungseinheiten. “Das Vereinsziel ist die Ausbildung von Sporthunden”, erklärt Lösekann. Das Ziel der Ortsgruppe ist es, die Hunde für die täglichen Umwelteinflüsse zu trainieren. “Wir baün auf der Begleithunde-Ausbildung auf”, erläutert Backes. Aber ganz ohne Ehrgeiz geht es auch hier nicht zu. Für die ausgebildeten Sporthunde gibt es Prüfungen.

 

“Wir haben fast jedes Jahr ein oder zwei Hunde zu den Norddeutschen Meisterschaften geschickt”, so Backes. Sogar bei den Deutschen Meisterschaften seien sie schon vertreten gewesen. Aber Ehrgeiz sei keine Pflicht. “Ich habe zum Beispiel keinerlei Ambitionen”, so Lösekann. Mit ihrer Hündin beteiligt sie sich auch nicht an den Schutzdienst-Übungen. “Das macht uns beiden keinen Spass, deshalb verzichten wir eben einfach darauf.”  Drei Teilbereiche werden in der Ortsgruppe trainiert: Zunächst die Fährtenarbeit. “Speziell die Schäferhunde sind ja bekannt für ihren Geruchssinn”, so Backes. “Sie werden auch von Zoll und Polizei eingesetzt.”

 

Bei der Unterordnung werden verschiedene Gehorsamsübungen trainiert. Diese Hunde beherrschen mehr als nur “Sitz” und “Platz”. Ortsgruppenhelfer Andreas Happel demonstriert mit der Hündin “Kolossalia vom Jakobiner Schloss” genannt “Kira” was Hunde alles lernen können. Als er das Spielzeug wegwirft, bleibt sie ruhig liegen und wartet bis ihr Herrchen endlich den ersehnten Befehl “Bring” gibt. Für das jüngste Vereinsmitglied, Bettina Mattuties und ihren Hund “Rico” ist das “Bei-Fuss-Gehen” eine Selbstverständlichkeit. Der Rüde schaut dabei aufmerksam zu der Zwölfjährigen auf und reagiert auf jedes kleinste Zeichen.

 

Die Schutzhundeausbildung sieht zwar gefährlich aus, dient jedoch eher der Kontrolle des Schutztriebs als dessen Förderung. Happel kleidet sich zunächst in einen Schutzanzug. “Die Hunde beissen zwar nur in den geschützten Arm, aber zur Sicherheit muss der Anzug getragen werden”, erklärt Backes.  “Champ vom Kiemoor”, genannt “Archie” übernimmt das Stellen des Verdächtigen. Solange sich Happel nicht bewegt, verbellt der Hund nur. Erst wenn Bewegung ins Spiel kommt, beisst er zu. Auf Kommando lässt er sofort wieder los. “Das ist der Unterschied zu nicht ausgebildeten Hunden”, erläutert Backes. “Die entwickeln auch einen Schutztrieb, aber sie zum Loslassen zu bringen, ist im Ernstfall sehr schwierig.”

 

Als Happel vor dem Hund zu fliehen versucht, dauert es nur wenige Sekunden, bis “Archie” ihn gestellt hat. Zur Belohnung darf er den Schutzarm eine Weile mit sich herumtragen. Er wedelt immer noch mit dem Schwanz – für den Rüden war die Übung nur ein Spiel. Echte Agression hat es bei ihm nie gegeben.

 

“Wir hätten gerne noch ein paar neue Mitglieder”’ so Wolfgang Backes, Vorsitzender des Vereins. Willkommen seien Hunde und Menschen in wirklich jedem Alter. Wer selbst mit seinem Hund  dabei sein möchte, kann sich bei Lösekann unter der Rufnummer (040) 30983636 genauer informieren.

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September 2004

Schäferhunde auf dem Prüfstand

Pahlen (js) Wer sich dem Sportplatz hinter der Jugendherberge näherte, hätte nie vermutet, dass sich 66 Schäferhunde dort befinden. Kein lautes, störendes Hundegebell war zu hören, nur hin und wieder vereinzelte Anschläge. Des Rätsels Lösung: Es handelte sich um ausgebildete, disziplinierte Zuchthunde, die in einer Landesgruppenzuchtschau Hamburg/Schleswig-Holstein geprüft wurden.

Die Ortsgruppe Pahlen im Verein fur Deutsche Schäferhunde (SV) hatte sich große Mühe gegeben, einen entsprechenden Rahmen für diese Veranstaltung zu schaffen. Immerhin winkte die Oualifikation für die  Bundessiegerzuchtschau in Karlsruhe.

,,Die Hunde wurden in Altersklassen eingeteilt. Da es sich nicht um Tiere für den Schutzdienst, sondern um Gebrauchshunde handelt, stehen die züchterischen Merkmale im Vordergrund", erläutert Birgit Flinks, die für die Schauleitung verantwortlich war. So wurden die äußeren Erscheinung, die Kondition und der Charakter beurteilt.

Die Richter Leonhard Schweikert und Otto Körber-Ahrens bescheinigten allen Tieren sowohl aus der Nachwuchs- als auch aus der Meisterklasse ein sehr hohes Niveau.

Absoluter Landessieger der Gebrauchtshundklasse wurde die Hündin ,,Wari vom Holtkämper See" (Besitzer: Hermann Niedergassel, Bielefeld und Willi Südermeyer, Minden). Als bester Rüde wurde ,,Lauser vom Emkendorfer Park" (Züchter  und  Besitzer: Hans-Jürgen Begier. Ellerdorf) prämiert.

 

Spende für jugendliche Hundebesitzer

 

 

Juli 2004

Intelligenzbestie

 

Der tut nichts, der will nur lernen!

Rico, der Collie aus Dortmund-Eving, kann sich 260 Begriffe merken und bringt damit die Verhaltensforscher durcheinander.
Von Michael Kläsgen  

 

Kaum hat man bei Baus und Krzeslowski in Dortmund-Eving geklingelt, erfüllt lautes Kläffen das Mietshaus. Es ist kein aggressives Bellen, eher ein aufgeregtes. Aber man kann sich ja auch täuschen. Oben in der zweiten Etage öffnet sich dann eine Tür, und heraus springt ein Hund mit schwarzem Fell, weiß-grauer Brust und gefleckten Pfoten.

Das muss Rico sein, der "intelligente Hund", ein Border-Collie. Er richtet sich auf, bellt, schleckt einen an Bauch und Beinen ab, läuft ins Wohnzimmer, nimmt mit der Schnauze ein Plüschtier und hält es dem Besucher hin.

Susanne Baus, sein Frauchen, ruft Rico zurück und bittet den Besuch, einen Blick ins Wohnzimmer zu werfen. Da liegen mehr als 200 malträtierte Plüschtiere in acht Plastikkisten.


"Ich mach" jeden Tag eine Kiste mit ihm. Die Stofftiere sind seine Schafe", erklärt sie in Anspielung darauf, dass Border-Collies Arbeitshunde sind und oft als Schäferhunde genutzt werden. Ihr Mann weist unterdessen präventiv darauf hin, dass es mit der Unterhaltung etwas schwierig werden könnte.


In der Tat: Kaum sitzt man, legt Rico einem mehrere Plüschtiere auf den Schoß. Und ebenso ohne Umschweife gibt Susanne Baus eine Kostprobe von Ricos Künsten: ¸"ico", ruft sie. Der Hund stellt sich vor ihr auf und starrt sie an. "Rico, wo ist der Weihnachtsmann?" Rico zögert eine Sekunde, macht zwei Schritte zurück, dreht sich um, geht suchen und präsentiert kurz darauf den Weihnachtsmann aus Plüsch.


"Fragen Sie ihn mal nach dem Drachen", sagt Baus. "Rico, wo ist der Drache?" Das gleiche Spiel. Ein Blick wie unter Hypnose, zwei Schritte zurück - und schwupps kommt der Drache. Rico kann etwa 260 Namen bestimmten Objekten zuordnen. 1999, als er bereits hundert Vokabeln beherrschte, ist Rico bei "Wetten, dass" aufgetreten und "Wettkönig" geworden.

 

Eine Berühmtheit in der Fernsehunterhaltung

Etliche Auftritte bei Sat 1, ProSieben, RTL folgten - Rico war zeitweise eine Berühmtheit in der Fernsehunterhaltung. Meist tauchte in den Beiträgen auch die Kieler Hundepsychologin Dorit Feddersen-Petersen auf, immer mit derselben Aussage: "Das ist völlig unmöglich. Das muss ein Trick sein", wiederholte sie beharrlich.


Doch sie irrte. Hunde können ähnlich wie Kleinkinder die Bedeutung unbekannter Wörter erraten und erlernen. Das haben nun Wissenschaftlerinnen des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig nachgewiesen.

Mehr als drei Jahre lang haben Julia Fischer und Juliane Kaminski mit Rico geforscht, bis feststand, dass die Fähigkeit, einen Zusammenhang zwischen Gegenständen und ihrer lautmalerischen Bezeichnung herzustellen, nicht nur Menschen vorbehalten ist.


Der Schluss, den man daraus ziehen kann, ist noch bemerkenswerter: Für jenes in der Fachsprache "fast mapping" genannte "schnelle Zuordnen" eines Begriffes zu einem bestimmten Objekt ist es nicht notwendig, die Worte selber artikulieren zu können. "Man muss nicht sprechen können, um viel zu verstehen", erklärt Fischer.

Das lässt darauf schließen, dass sich gegenständliche Wahrnehmung und kognitives Erkennen von Gegenständen früher als die menschliche Sprache und zudem unabhängig von ihr entwickelt haben. Diese für die evolutionäre Anthropologie neuen Erkenntnisse veröffentlichen Fischer und Kaminski am heutigen Freitag im amerikanischen Wissenschaftsmagazin Science.


In einer ersten Phase hatten die Wissenschaftlerinnen geprüft, ob Rico ohne Tricks und ohne sein Frauchen die Namen seiner Spielzeuge kennt. Das war so. Anschließend wollten sie herausfinden, ob Rico auch neue Begriffe rasch zuordnen kann.


Fischer und Kaminski legten dazu jeweils ein neues Plüschtier in eine Reihe bekannter Spielsachen. Dann schickten sie Rico auf die Suche, indem sie Susanne Baus den Namen des unbekannten Spielzeugs zweimal laut aussprechen ließen.

Als der Hund zurückkam, hatte er in sieben von zehn Versuchen das richtige Objekt mitgebracht. Offenbar war er nicht nur von rascher Auffassungsgabe, sondern ging wie ein Kleinkind nach dem Ausschlussprinzip vor: Die Zweibeiner mussten mit dem unbekannten Begriff wohl das unbekannte Ding gemeint haben.

"Das ganze Brimborium"

"Das Besondere aber ist", sagt Verhaltensforscherin Fischer, "dass sich Rico die Beziehungen zwischen dem neuen Namen und dem Gegenstand merken kann. Das hat bisher noch niemand festgestellt."


Nach vier Wochen hatten die Wissenschaftlerinnen den Hund nämlich erneut aufgefordert, die neuen Plüschtiere zu apportieren, ohne dass Rico sie in der Zwischenzeit gesehen oder ihren Namen gehört hatte. Und wieder erkannte er sie.

Sein Frauchen Susanne Baus, die darauf Wert legt, dass es sich nicht um "Dressur" handelt, machen die Forschungsergebnisse zwar stolz. Andererseits kann sie "das ganze Brimborium" um ihren Hund nicht ganz nachvollziehen. Immerhin sei ihr seit langem klar, dass Rico sogar ein besseres Gedächtnis habe als sie selbst.

Von den mehr als 200 Kunstnamen, die Susanne Baus und ihr Mann sich in den vergangenen Jahren ausgedacht hatten, vergaßen sie immer wieder den einen oder anderen und begannen, sich die Namen zu notieren. Irgendwann wurden sie durch ihren Hund sogar darauf aufmerksam, dass sie die Plüschtiere Drache und Ungeheuer ständig verwechselten.

Rico indessen verwechselt Gegenstände eher dann, wenn die Namen zu ähnlich klingen. "Möwe" und "Möhre" bringt er schon mal durcheinander, oder auch "Pingu" und "Pinky". Und noch etwas stellten Susanne Baus und ihr Mann fest: Der Geruch, der bei Hunden eine Million mal feiner ausgeprägt sein soll als beim Menschen, spiele eine besondere Rolle.

Schwer falle es Rico, Plüschtiere zuzuordnen, die frisch gewaschen sind oder draußen bei starkem Wind zu apportieren, erzählen sie. Beabsichtigt hätten sie es jedoch nie, aus Rico ein Superhirn zu machen.


Susanne Baus wollte einfach einen Hund, der bewegungsfreudig ist. Erst später erfuhr sie, dass Border-Collies Arbeitshunde sind, die bis zu 50 Pfeiftöne unterscheiden können und vier bis sechs Stunden am Tag beschäftigt werden wollen. Am Ende wählte ihr Mann Rico aus, weil der sich streicheln ließ.

 

Der Hund wird "bekloppt"

Der für Ricos spätere Entwicklung entscheidende Moment trat ein, als er neun Monate alt war: Der Hund musste am Schulterblatt operiert werden, und für die Zeit der Rekonvaleszent kaufte Susanne Baus ihm einen Gummiknochen, genannt Gummi, und einen Stoffdrachen, genannt "Saurier".

Irgendwann fiel ihr auf, dass Rico beide Namen unterscheiden konnte. Aus Neugier schenkten ihm Bekannte weitere Stofftiere, und als Rico zehn davon auseinander halten konnte, dachten alle, bald würde der Hund "bekloppt".

Eine Belohnung erhielt Rico nie. Als er 100 Vokabeln beherrschte, kamen Susanne Baus" Freunde auf die Idee, ihn bei "Wetten, dass" vorzuschlagen. Bei seinem zweiten Auftritt in der "Wetten, dass"-Jubiläumssendung 2001 wurden die Wissenschaftlerinnen vom Max-Planck-Institut aufmerksam. Der Wettkönig mutierte zum Forschungsobjekt.

Fischer und Kaminski nehmen an, dass die Forschung nach ihrer Studie auf eine breitere Basis gestellt werden kann. Galten bislang Schimpansen, weil sie dem Menschen ähnlich sind, als ideal für die Forschung, könnten jetzt Hunde die neuen Schimpansen werden, heißt es in Science.

 

Affen, Delfine, Seelöwen, Papageien und Rico

Rico jedenfalls hat bewiesen, dass sein Wortschatz dem sprachtrainierter Affen oder auch Delfinen, Seelöwen beziehungsweise Papageien durchaus ebenbürtig ist. Bleibt nur die Frage, ob Rico ein einzelner "Einstein" unter Hunden ist oder einer von vielen.


Der Züchter, bei dem Susanne Baus Rico vor mehr als neun Jahren kaufte, hatte darauf eine Antwort: "Da sind zwei Extreme aufeinander getroffen", sagte er einmal: Ein hyperaktiver, "lernbegieriger" und nicht auf Schönheit gezüchteter Rassehund und ein Frauchen, das bereit ist und Zeit hat, mehrere Stunden am Tag mit ihm zu spielen.

Science, Bd. 304, S. 1682, 2004

(SZ vom 11.6.2004)

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Oktober 2003

UO-Seminar für die Jugend ein Erfolg
Geschrieben am Sonntag, 14.Oktober. @ 21:57:08 CEST von bernd

 

Am 05. Oktober 2003 veranstaltete die Landesgruppe 1 ein Jugend-Unterordnungsseminar bei der OG Bredstedt u.U.

Landesjugendwart Wolfgang Jacobi stellte den gut 30 Seminarteilnehmern am Anfang den Referenten Marco Brunn aus Kiel vor. Mit modernster Präsentationstechnik brachte Marco Brunn den Teilnehmern in der theoretischen Phase die Grundlagen und Einzelheiten zum Thema Clickertraining bei. Vorteile dieser Technik wurden herausgearbeitet, aber auch die Nachteile nicht vergessen. Nach Meinung des Referenten überwiegen jedoch die Vorteile.

 

Nach der Theorie im Vereinsheim ging es dann hinaus auf den Platz, um das soeben Gelernte nun gleich in die Praxis umzusetzen. Und siehe da: bei den meisten von den Jugendlichen mitgebrachten Hunden funktionierte es auf Anhieb! Es brauchte nur weniger "Clicker" von Marco Brunn, um die positive Bestätigung deutlich zu erkennen. Davon waren die Teilnehmer echt überrascht und wollten es nun alle einmal mit dem Clicker versuchen.

 

Nach einem gemeinsamen Mittagessen tauschten die Jugendlichen und ihre erwachsenen Begleiter noch jede Menge Erfahrungen aus, schließlich hatte man sich ja schon ein paar Wochen nicht mehr gesehen. Wofgang Jacobi bedankte sich bei Marco Brunn für die Durchführung des Seminars und bei der OG Bredstedt für die Gastfreundschaft und die gute Bewirtung aller Seminarteilnehmer, ehe man wieder die Heimreise antrat.

 

Fotos finden Sie auf der OG-Homepage

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August 2003

Pinneberger Tageblatt 04.08.2003

 

Mit „Volldampf“ über die Hürden
Von Thomas Krohn

Pinneberg. Es geht um mehr, als seinen Vierbeiner nur über ein Hindernis zu schicken. Beim so genannten Agility wird das Miteinander zwischen Hund und Hundeführer intensiviert, und es kommt auf Konzentration und Kondition an. Seit einigen Jahren gehört diese Sportart zum festen Angebot der Ortsgruppe Pinneberg des Vereins für Deutsche Schäferhunde.

Während des Wochenendes war die Interessengemeinschaft nach der Premiere vor einem Jahr zum zweiten Mal Ausrichter eines Agility-Turniers. Etwa 100 Hundebesitzer, die meisten darunter aus Norddeutschland, kamen mit ihren Vierbeinern zum vereinseigenen Gelände am Ossenpadd, um sich auf einem Parcours im sportlichen Wettkampf zu messen.

Manche Teilnehmer waren gleich mit der ganzen Familie angereist. Den Zuschauern bot sich ein buntes Bild: Rund um das Wettkampf-Areal hatten die Besucher Zelte aufgeschlagen, die Mensch und Tier vor der Sonne schützen sollten. Die meisten Zwei- und Vierbeiner zogen es allerdings vor, sich zwischen den Kämpfen im Freien unter dem Sonnenschirm auszuruhen, denn die Temperaturen in den Zelten waren um etliche Grade höher als auf dem Platz.

Zum Turnier zugelassen waren nicht nur Schäferhunde, sondern auch alle anderen Hunderassen. Zu sehen waren unter anderem Border-Collies, Retriever, Irish Setter, Malinois, Terrier und Mischlinge. Jeder Teilnehmer musste die Begleithundprüfung vorweisen. Zudem war ein gültiger Impfschutz erforderlich - auch für die Tiere, die nicht am Wettkampf teilnahmen.

Die Hunde, die mindestens 18 Monate alt sein mussten, waren in drei Klassen aufgeteilt worden: „Mini“ (Höhe bis 34,99 Zentimeter), „Midi“ (bis 42,99 Zentimeter) und „Maxi“ (ab 43 Zentimeter). Je nach Größe wurden die Hürden auf verschiedene Höhen gelegt. Vierbeiner, die älter als sechs Jahre alt waren, konnten in der Klasse der „Senioren“ starten.

Auf dem Parcours galt es, bis zu 20 Hindernisse zu überwinden: Hürden, Tunnel, Laufsteg, Wippe, Wand und Slalom. Ein Schiedsrichter-Team stoppte die Zeit und achtete darauf, dass verschiedene Regeln eingehalten wurden. Halsband und Hundeleine etwa waren nicht erlaubt. Zudem durfte der Hundeführer seinen Vierbeiner nicht anfassen und auch nicht die Hindernisse berühren. „Es kommt darauf an, das Tier per Körpersprache zu lenken“, erläuterte Doris Petersen-Pophal, Trainerin im Pinneberger Schäferhundverein.

Der Abwurf einer Hürde wurde mit fünf Fehlerpunkten bestraft. Übersprang der Hund die Barriere von der falschen Seite, erhielten Vierbeiner und sein Besitzer dagegen sofort die „rote Karte“. Disqualifiziert wurde auch, wer die Reihenfolge der Hindernisse nicht einhielt. Allerdings mussten die Ausgeschiedenen nicht aufhören, sondern durften ohne Wertung bis zum Schluss weiterkämpfen. Das fachkundige Publikum belohnte alle Teams nach deren Auftritt mit viel Beifall.

Außer dem Agility-Turnier bekamen die Besucher noch einen weiteren hundesportlichen Leckerbissen zu sehen: Acht Besitzer nahmen mit ihren Schäferhunden an der Qualifikation zur Bundessiegerprüfung teil.

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Juni 2003

Norderstedt

Postboten - leichte Beute für die Hunde

Gefährlicher Job: Hundetrainer Stefan Begier zeigt Briefzustellern, wie sie sich sinnvoll schützen können.

Von Frank Knittermeier - Henstedt-Ulzburg

 

Der Schäferhund und die Briefzustellerin sehen sich einen Moment in die Augen. Aber innerhalb weniger Sekunden nimmt das Unheil seinen Lauf: Schäferhund Assard schießt nach vorn und schnappt zu, verbeißt sich, lässt nicht wieder los. Das Gesicht von Nadine Herold (25) ist verzerrt - nicht vor Schmerz. Denn sie hat einen Schutzhandschuh übergestreift. Aber sie ist überrascht, weil der Hund so blitzschnell zugebissen hat. Für viele Briefzusteller ist der Umgang mit aggressiven Hunden das tägliche Los. Auf dem Hof des Postamtes in Henstedt-Ulzburg bringt ihnen Hundetrainer Stefan Begier (37) aus Neuberend bei Schleswig bei, wie sie mit solchen Hunden umgehen müssen.

 

Nadine Herold hat schon häufiger unliebsamen Umgang mit Hunden gehabt, die ihr Terrain verteidigen wollen. Als sie noch in Kisdorf Post ausgetragen hat, wurde sie von einem Hund in das Bein gebissen. "Die Hausbewohnerin öffnete die Tür, der Hund rannte hinaus und biss sofort zu", erinnert sie sich. "Da blieb mir überhaupt keine Chance für eine Reaktion." Auf ihrer jetzigen Tour im Gebiet Hohenbergen in Henstedt-Ulzburg kennt sie inzwischen fast alle Hunde und kommt gut mit ihnen aus.

 

Ähnlich schmerzhafte Erfahrungen haben fast alle 27 Briefzusteller gemacht, die den richtigen Umgang mit Hunden lernen wollen. Tobias Lennartz (31), Zusteller in Kisdorf, wurde von einem Hund in den Arm gebissen. Auch dieser Hund rannte an seinem Herrchen vorbei und stürzte sich auf den Briefträger. Ronald Biermann (45) wurde in den Oberschenkel gebissen. In einem anderen Fall wurde ihm vom Hausherrn lapidar mitgeteilt, er sei schließlich versichert.

 

Mit ruhiger Stimme auf den Hund einreden

 

Wie müssen sich Briefzusteller Hunden gegenüber verhalten? Stefan Begier empfiehlt, die Hunde ganz genau zu beobachten: Die Haltung des Schwanzes, aufgestellte Nackenhaare, Freilegen der Vorderzähne, zur Seite gelegte Ohren - all das kann auf aggressives Verhalten hindeuten. "Sie müssen mit ruhiger Stimme auf den Hund einreden und versuchen, Kontakt mit ihm aufzunehmen", empfiehlt er. "Aber Augenkontakt und ruckartige Bewegungen vermeiden, weil sich das Tier sonst angegriffen fühlt." Auch verspielte Hunde können gefährlich sein: Sie sind so temperamentvoll, dass sie praktisch alle Gliedmaßen zu fassen bekommen. In jedem Falle sollten Zusteller vom Rad steigen und es zwischen sich und Hund bugsieren. Beim Übergeben der Post sollten die Besitzer gebeten werden, die Hunde anzuleinen.

 

Viele Zusteller tragen ein Hundespray aus einer Mischung von Cheyenne-Pfeffer und Öl bei sich. Dieses Gemisch ist höchst wirksam, reizt die Schleimhäute und setzt den Hund für 15 Minuten aus Gefecht. Aber am nächsten Tag? Oder in der nächsten Woche? "Dann ist der Hund überhaupt nicht mehr kontrollierbar", stellt Stefan Begier fest und rät vom Spray ab. Gegen Leckerlies in der Zustellertasche hat der Hundetrainer allerdings nichts. Mit diesen kleinen Mitteln der Bestechung arbeiten die meisten Briefzusteller regelmäßig.

 

Wie oft Briefzusteller mit Hunden unliebsame Bekanntschaft machen, zeigt diese Zahl: Im Jahre 2002 wurden in Schleswig-Holstein 152 Zusteller gebissen. Dabei fielen 350 Krankentage an. Die Kosten für die Behandlung und die Krankentage schlugen mit 126 000 Euro zu Buche. Hauptbeißzeit sind die Urlaubsmonate Juni, Juli und August. In dieser Zeit sind häufig Urlaubsvertreter auf Zustelltour, die die Eigenarten der Hunde im Revier nicht kennen. Die Hunde ihrerseits müssen ihre Reviere wieder neu verteidigen, weil sie die Vertreter nicht kennen und als Eindringlinge empfinden.

 

erschienen am 18. Jun 2003 in Norderstedt

 

Vollständige Url des Artikels: http://www.abendblatt.de./daten/2003/06/18/177474.html

(c) Hamburger Abendblatt


"Hundeführerscheine" für elf Teams

Elf Hundebesitzerinnen und -besitzer aus dem Raum Husum sind mit Hilfe der SV-Ortsgruppe Husum zu stolzen Besitzern einer ganz besonderen Lizenz geworden: des VDH-Hundeführerscheins. Gemeinsam mit ihren vierbeinigen Partnern absolvierten sie ein mehrmonatiges intensives Lernprogramm, bei der Abschlussprüfung stellten sie jetzt ihren guten Ausbildungsstand unter Beweis. Innerhalb des Schäferhundvereins im Norden ist Husum damit Vorreiter: In der SV-Landesgruppe (LG) Hamburg/Schleswig-Holstein mit ihren 89 Ortsgruppen war dies die erste Prüfung zum Hundeführerschein überhaupt, sagte LG-Ausbildungswart Wilfried Tautz, der als Prüfer fungierte.

Der Hundeführerschein ist nach Aussage aus der Dortmunder Geschäftsstelle des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) ein Beitrag dazu, das Image von Hunden zu verbessern und das Verantwortungsbewusstsein von Hundebesitzern zu dokumentieren. Alle dem VDH angeschlossenen Verbände arbeiten bei Ausbildung und Prüfung nach den gleichen, verbindlichen Kriterien. Das Hauptaugenmerk gilt dabei einem gehorsamen Hund, der sich sowohl Artgenossen als auch Menschen gegenüber verträglich zeigt. 


Für die SV-Ortsgruppe Husum war die Ausrichtung des ersten Hundeführerschein-Lehrgangs eine Herausforderung, "sowohl fachlich als auch organisatorisch", sagt der Vorsitzende Christian Lorenzen. Schließlich wird von den zwei- und vierbeinigen Teilnehmern allerhand verlangt und damit auch von ihren Ausbildern: Umfangreiches theoretisches Wissen von Versicherung bis zur Hygiene wird bei den Hundeführern abgefragt, Gehorsam und Verkehrssicherheit vom Hund-/Führerteam, und das sowohl auf dem Übungsplatz als auch unter "realen" Bedingungen etwa im Straßenverkehr.

All dies galt es im Rahmen des regulären Übungsbetriebes mit einer bunten Truppe vom Jack Russell Terrier über den Mischling bis zum Dalmatiner (und ihren Besitzern) zu trainieren. Entschädigt wurden Organisatoren und Teilnehmer durch den Erfolg: Alle elf angetretenen Teams bekamen am Ende ihre "Führerscheine" als Beweis ihrer Leistungen.

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Januar 2003

Ein Welpe für Christian Lorenzen:
Die Ortsgruppe Husum sagt "Danke"


Bei Jahreshauptversammlungen dankt der Vorsitzende in der Regel den Mitgliedern für ihre besonderen Leistungen. Die SV-Ortsgruppe Husum hat diese Rollen einfach einmal vertauscht: Fast geschlossen marschierten die Mitglieder kurz vor der Jahresversammlung zum Haus ihres Vorsitzenden Christian Lorenzen, um ihm Dank zu sagen. Und wie könnte man dies einem Hundesportler gegenüber besser tun als “durch den Hund"? Stimmt: Verantwortungsvolle Hundesportler sind in der Regel skeptisch, wenn es ums Verschenken eines Tieres geht. Aber dieser außergewöhnliche Fall rechtfertigt außergewöhnliche Mittel, meinen die Husumer SVler.

Schließlich hatte sich Christian Lorenzen seit Monaten mit dem Gedanken an eine junge Gefährtin für seinen mittlerweile zwölfjährigen “Bac vom Kendelbach" getragen und mit dem Welpen, der schließlich ein Zuhause bei ihm fand, bereits geliebäugelt. Da brauchte es eine Notlüge, die eigentlich gar keine war: Die Hündin sei bereits verkauft, wurde ihm beschieden, als er beim Züchter Interesse zeigte. Richtig gelogen war das schließlich gar nicht, hatte die Ortsgruppe doch den Kauf bereits angebahnt.

Iska stammt vom Haus Atila (Vater: Dago vom schwarzen Pegasus, Mutter: Chila zum Stern Dreieck). Bei ihrem ersten Besuch auf dem Vereinsgelände zeigte sich die zu diesem Zeitpunkt neun Wochen alte Hündin unbefangen und bindungsbereit. Mit dieser Offenheit und Anhänglichkeit gewann sie im Sturm Bacs Herz. Wer gefürchtet hatte, der alte vierbeinige Gefährte im Hause Lorenzen könnte sich durch die neue lebhafte Begleiterin zurückgesetzt fühlen, wurde von der ersten Minute an eines Besseren belehrt. Die sehr enge Bindung zwischen Christian Lorenzen und Bac zeigte sich weniger als Hemmschuh denn vielmehr als ein Schatz, von dem nun alle Beteiligten profitieren. Und wie kann ein Welpe besser lernen, worauf es für einen guten Schutzhund im Leben ankommt, als von einem “alten Schutz- und Fährtenhasen" wie Bac?

Anliegen der Ortsgruppe Husum war es, durch Iska ihrem Vorsitzenden Wertschätzung zu zeigen. Denn seit Lorenzen den Vorsitz 1998 übernahm, hat er als Motor gewirkt. Die Erweiterung des Vereinsgeländes um zwei zusätzliche Übungsplätze, der Umbau des Vereinsheims zu einem gemütlichen Treffpunkt für Aktive und Besucher...  unermüdlich treibt Lorenzen den Verein voran und öffnet ihn für neue Angebote. Eine Welpenschule hat er ins Leben gerufen (bei der er jetzt mit Iska selbst nicht mehr als Leiter, sondern als Teilnehmer mitmacht), und derzeit läuft auf seine Initiative hin in Husum - als erstem Ortsverein in der Landesgruppe - ein Lehrgang zum VDH-Hundeführerschein.

Kaum ein Übungstag vergeht, an dem Christian Lorenzen sich nicht (oft in Begleitung seiner Frau Regina) als erster sich auf dem Übungsplatz einfindet, und nicht selten ist er auch der Letzte, der geht - ganz zu schweigen von den vielen “Sonderschichten³ bei der Platzpflege und bei Gesprächen mit Hundefreunden (bei denen er unverdrossen und oft mit Erfolg um Anerkennung für den Verein und neue Mitglieder wirbt), von der Teilnahme an Sitzungen und Tagungen, von organisatorischen Aufgaben und zahllosen Kontakten mit der Landes- und Bundesebene des SV.  “Vieles davon geschieht im Hintergrund³, sagt Claudia Binder, langjähriges Mitglied und eine der treibenden Kräfte bei der Dankeschön-Aktion: “Es war an der Zeit, das mal richtig zu würdigen."

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Dezember 2002                                                                                                                           

Tiere/Gesellschaft/KORR/
"Hundeführerschein" als Lernprogramm für Mensch und Tier
Von Heike Wells, dpa


Husum (dpa/lno) - Einen gut erzogenen Hund möchte Bianca Brauer haben und ihre 15 Monate alte Mischlingshündin Emma überallhin mit nehmen können. Darum hat sich die 25-Jährige, wie gut zehn andere Hundefreunde aus dem Raum Husum (Kreis Nordfriesland), entschlossen, den "Hundeführerschein" in Angriff nehmen. Gemeinsam trainieren sie beim örtlichen Schäferhundverein (SV), treffen sich zu Video-Abenden und büffeln Theorie. Die Husumer Ortsgruppe ist nach Auskunft von Landesausbildungswart Wilfried Tautz die erste innerhalb des SV in Schleswig-Holstein mit einem solchen Lehr-Angebot. Im gesamten Postleitzahlbereich haben nach Informationen des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) seit Jahresbeginn zwölf Kurse stattgefunden; bundesweit seien bisher knapp 1.200 Hundeführerscheine vergeben worden.

Der "Hundeführerschein" ist eine Antwort des VDH auf Unfälle mit gefährlichen Hunden und die dadurch bedingte gesellschaftliche Diskussion. "Wir wollen unser Verantwortungsbewusstsein als Hundehalter unter Beweis stellen", sagte VDH-Hauptgeschäftsführer Bernhard Meyer auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Ziel sei "ein gut ausgebildeter, sozial verträglicher Hund - welcher Rasse auch immer." Dem VDH mit Sitz in Dortmund gehören bundesweit über 160 Einzelvereine, in erster Linie Rasseverbände, mit zusammen 650.000 Einzelmitgliedern an.

Das Programm des Hundeführerscheins ist verbindlich für sie alle, auch für die Husumer Truppe: für Elke Lachmann, der das Training mit Hündin Dina "richtig Spaß macht", für Daniela Petersen, die erreichen möchte, dass sich Mischling Jody auch ohne Leine führen lässt, für Birgit Jessen, die erlebt, wie die gemeinsame Arbeit sie und ihren Oskar noch enger zusammenschweißt, für Bianca Brauer mit Emma und all die anderen, die mitmachen. Ein gut erzogener Hund nutze aber nicht nur seinem Besitzer, sondern habe Vorbildcharakter, nennt der Vorsitzende Christian Lorenzen seinen Beweggrund, mit diesem Angebot die Schäferhund-Ortsgruppe auch für andere Hundehalter zu öffnen.

Neben Grundfragen der Hundeerziehung gehört dabei Wissenswertes über Hygiene und Gesundheit, über Haltung und Rechtsgrundlagen zu den Lerninhalten. Denn Hundeerziehung bedeutet viel mehr als "Sitz", "Platz" und "Fuß", erläutert Ausbilder Heinz Weigend, der den Kurs gemeinsam mit Christian Lorenzen leitet: "Denken nach Hundeart" ist eines der Haupt-Fächer auf dem Stundenplan.

Die meisten Schwierigkeiten  mit Hunden lägen schließlich in einem Kommunikationsproblem begründet, weiß Weigend: Hunde seien, wie ihre Urahnen, die Wölfe, Rudeltiere, und von ihrer Veranlagung her bereit, sich einem Rudelführer unterzuordnen. Der Mensch müsse diese Rolle nur füllen, sie mit konsequenten, für den vierbeinigen Partner verständlichen Botschaften untermauern. "Mit einem Hund kann man nicht argumentieren", sagt auch Christian Lorenzen: "Er kennt nur ja oder nein, schwarz oder weiß, erlaubt oder verboten".

Mindestens ebenso wie der Hund also muss sein Besitzer lernen. Bei Bianca Brauer und ihrer Emma sind die Fortschritte schon deutlich zu erkennen: Die aufgeweckte Hündin blühe auf durch die gemeinsame Arbeit und genieße es, gefordert zu werden, ist die Hundehalterin überzeugt: "Das wird von Tag zu Tag besser mit uns beiden".
dpa hw

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